| Arbeit, Arbeit .... |
Montag, 10. Oktober 2011
Parkinsons Gesetz
Arbeit lässt sich wie Gummi dehnen, um die Zeit auszufüllen, die für sie zur Verfügung steht. Diese Tatsache ist allgemein anerkannt, wie schon aus dem englischen Sprichwort hervorgeht: "Der Fleißige hat die meiste Freizeit." So verbringt eine alte Dame ohne Beruf ihren ganzen Tag damit, eine Postkarte an ihre Nichte in Oberammergau zu schreiben und abzuschicken. Eine Stunde vergeht mit der Suche nach der Postkarte, eine weitere mit der Suche nach der Brille, eine halbe, bis die Adresse gefunden ist; folgen fünfviertel Stunden, die der Komposition des Schriftstückes gewidmet werden, zwanzig Minuten für die wichtige Entscheidung, ob man für den Weg zum Briefkasten an der nächsten Ecke einen Schirm mitnehmen soll oder nicht. Kurz und gut, eine Arbeit, die einen geschäftigen Mann nicht länger als insgesamt drei Minuten beansprucht, kann bei andersgearteten Personen das Gefühl völliger Erschöpfung nach einem Tagewerk voller Zweifel, Angst und Mühen hinterlassen.
Geht man davon aus, daß sich Arbeit (besonders Schreibarbeit) durchaus elastisch gegenüber der Zeit verhält, dann wird sichtbar, daß geringe oder gar keine Beziehung zwischen einem Arbeitspensum und der Zahl der Angestellten, die das Pensum erledigen sollen, besteht. Mangel an echter Tätigkeit muß nicht notwendig Müßiggang genannt werden; Mangel an Beschäftigung offenbart sich nicht immer in auffälligem Nichtstun. Vielmehr schwillt eine Arbeit an und gewinnt sowohl an Bedeutung als an Schwierigkeiten, je mehr Zeit man auf sie verwenden darf. Obwohl dies heute allgemein bekannt ist, hat man noch nicht die notwendigen Folgerungen daraus gezogen ...
Sonntag, 2. Oktober 2011
Naturkunst
Manchmal schafft die Natur ganz eigene, eigenwillige Kunstwerke. So wie hier an einem Strand auf der Insel Bornholm, in der Nähe des Ortes Dueodde, aufgenommen im September 2011.
Sofern man einen Blick für so etwas hat ...
| Naturkunst |
Der Wind hat an dieser Stelle trockene und damit leichte Sandkörnchen davongeweht und die darunterliegenden feuchten und dadurch dunkleren Sandschichten freigelegt. Dies erzeugt skurrile kleine Muster im Sand, die ebenso schnell vergänglich wie wunderschön zu betrachten sind.
| Blick von der Seite |
Sofern man einen Blick für so etwas hat ...
Freitag, 9. September 2011
Ameisen unter Strom
| Lampe, normal |
| Lampe, nicht normal |
Das bedeutet, dass der Innenraum der Lampe (die ja nach Einbruch der Dämmerung automatisch eingeschaltet wurde) weiterhin von der kleinen LED-Leuchte erhellt wurde. Das wirft die Frage auf: was haben die Ameisen dort vorgehabt?! Eine Ameisenburg mit Innenbeleuchtung?! Jedenfalls waren sie bereits bis in den Lampenkopf vorgedrungen, die eingebaute Batterie hatte schon Rostflecken durch die eingeschleppte Feuchtigkeit erlitten.
| Innenansicht |
| Lädierte Einzelteile |
- Dass diese allerdings schon jetzt fleißig an der Nutzung alternativer Energiequellen arbeiten, das war mir bis dato nicht bewusst.
Freitag, 5. August 2011
Die Wissenschaft hat festgestellt...
Whow - Welch große Überraschung: Die ESO teilt in einer Pressemitteilung mit, ein internationales Astronomenteam habe 96 neue offene Sternhaufen in unserer Milchstraße entdeckt, die „von dichtem Staub verborgen werden“. Dies dürfe jedoch wohl nur die Spitze des Eisbergs sein; man sei zuversichtlich, dass „noch viele weitere Haufen hinzukommen werden“.
Hey, ihr All-wissenden Wissenschaftler: Um euch mal ein wenig die Vorfreude zu nehmen, möchte ich schon jetzt auf die künftigen Ereignisse hinweisen, die auf euch zukommen. Sobald ihr nämlich eure noch besseren, noch teureren Spielzeuge verwendet, dann werdet ihr feststellen, dass hinter diesen Sternhaufen noch weitere Haufen zu finden sein werden. Und dahinter noch mehr. Und so weiter.
Und ich möchte auch schon heute einen passenden Namen für mindestens einen der noch zu entdeckenden Haufen vorschlagen: Die Facepalm-Sternhaufen.
Hey, ihr All-wissenden Wissenschaftler: Um euch mal ein wenig die Vorfreude zu nehmen, möchte ich schon jetzt auf die künftigen Ereignisse hinweisen, die auf euch zukommen. Sobald ihr nämlich eure noch besseren, noch teureren Spielzeuge verwendet, dann werdet ihr feststellen, dass hinter diesen Sternhaufen noch weitere Haufen zu finden sein werden. Und dahinter noch mehr. Und so weiter.
Und ich möchte auch schon heute einen passenden Namen für mindestens einen der noch zu entdeckenden Haufen vorschlagen: Die Facepalm-Sternhaufen.
Samstag, 4. Juni 2011
Tschilp, Tschilp
Nun bin auch ich im Zeitalter von WEB 2.0 angekommen und habe mir einen Twitter-Account zugelegt.
Die Verlinkung findet man unten rechts auf dieser Seite.
Ich weiß zwar noch nicht so recht, wozu das gut sein soll, aber ich bin bereit es herauszufinden ...
Samstag, 28. Mai 2011
Hilfe für die Retter
An dieser Stelle möchte ich einmal ein wenig Werbung machen für eine Sache, die mich völlig überzeugt hat. Und zwar handelt es sich um eine vom ADAC ins Leben gerufene Aktion mit dem Titel Rettungskarte.
Autos werden immer sicherer
Rettung wird immer schwieriger
Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Für Verletzte zählt aber jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen. An welcher Stelle aber z.B. ein Spreizer anzusetzen ist und welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Oft können sie in der Kürze der Zeit nicht einmal Typ und Baujahr des deformierten Fahrzeugs zweifelsfrei bestimmen. Hier kann die Rettungskarte - am richtigen Ort, nämlich hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite, untergebracht - wertvolle Minuten sparen.
Auf der dafür online gestellten Seite rettungskarte.de kann jedermann sich die nötigen Informationen anschauen. Auf der Seite kann auch geprüft werden, ob für das eigene Fahrzeug eine passende Karte verfügbar ist. Sie kann von dort selbst heruntergeladen und dann ausgedruckt werden; oder man bekommt die Ausdrucke auch bei den ADAC-Geschäftsstellen. Dort sind auch die Aufkleber erhältlich, die deutlich auf das Vorhandensein dieser Rettungskarte hinweisen.
Autos werden immer sicherer
| Einsatz der Rettungsschere (Quelle: wikipedia) |
Stabile Karrosseriestrukturen machen unsere Autos immer sicherer; doch was gut für den Überlebensschutz der Insassen ist, wird für Rettungsdienste nach einem Unfall zur immer größeren Hürde. Hochfeste Stähle lassen selbst leistungsfähige Rettungswerkzeuge immer häufiger scheitern.
Rettung wird immer schwieriger
Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Für Verletzte zählt aber jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen. An welcher Stelle aber z.B. ein Spreizer anzusetzen ist und welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Oft können sie in der Kürze der Zeit nicht einmal Typ und Baujahr des deformierten Fahrzeugs zweifelsfrei bestimmen. Hier kann die Rettungskarte - am richtigen Ort, nämlich hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite, untergebracht - wertvolle Minuten sparen.
Auf der dafür online gestellten Seite rettungskarte.de kann jedermann sich die nötigen Informationen anschauen. Auf der Seite kann auch geprüft werden, ob für das eigene Fahrzeug eine passende Karte verfügbar ist. Sie kann von dort selbst heruntergeladen und dann ausgedruckt werden; oder man bekommt die Ausdrucke auch bei den ADAC-Geschäftsstellen. Dort sind auch die Aufkleber erhältlich, die deutlich auf das Vorhandensein dieser Rettungskarte hinweisen.
Samstag, 30. April 2011
Ua lava - jetzt reicht's!
Über diesen Begriff bin ich zufällig gestolpert, als ich das Buch „Enders Kinder“ von Orson Scott Card *) las.
Der Autor läßt den Protagonisten folgendes darüber erklären, was ich der Einfachheit halber aus dem Buch zitiere:
"Mr. Hikari, meine Liebe, hat sich als heimlicher Schüler des Ua Lava zu erkennen gegeben.
Das ist eine religiöse Bewegung. Oder ein Scherz. Es ist schwer zu sagen, was von beidem. Es ist ein samoanischer Begriff, mit der wörtlichen Bedeutung „Das ist genug“, der sich aber präziser als „Jetzt reicht’s“ übersetzen ließe.
Es ist eine Art Philosophie – fröhlicher Stoizismus, könnte man es nennen, denn wenn alles schlechter wird, oder wenn alles gut ist, sagt man das gleiche. Aber so, wie es von einer speziellen samoanischen Autorin namens Leiloa Lavea gelehrt wird, ist es zu mehr als einer bloßen Geisteshaltung geworden.
Also, was Leiloa Lavea lehrte, war eine Art von freiwilligem Kommunismus. Es reicht nicht, einfach bloß über das Glück zu lachen und zu sagen „Das genügt“. Man muß es auch wirklich so meinen – daß man genug hat. Und weil man es meint, nimmt man den Überschuß und verteilt ihn. Entsprechend, wenn Unglück kommt, erträgt man es, bis es unerträglich wird – deine Familie hungert, oder du kannst nicht länger deiner Arbeit nachgehen. Und dann sagst du wieder: „Das genügt“, und du änderst etwas. Du ziehst um; du schlägst eine andere Laufbahn ein; du läßt deinen Ehepartner alle Entscheidungen treffen. Irgend etwas. Du erträgst das Unerträgliche nicht.
Leiloa Lavea lehrte, daß das, was übrigbleibt, wenn man ein Gleichgewicht in seinem Leben erreicht hat – der Überschuß an Glück wird restlos geteilt, und alles Unglück ist beseitigt -, ein Leben von vollkommener Einfachheit sei. Das ist es, was Aimaina Hikari zu uns sagte." –
Soweit der Autor.
Seitdem ich dies las, versuche ich im Internet zu recherchieren, was es mit diesem Ua Lava und Leiloa Lavea wohl auf sich hat. Aber das Einzige, was ich finde, sind Hinweise auf dieses Buch, im englischen Originaltitel „Children of the Mind“.
Ist das also alles Fiktion? Eine Phantasie des Autors?
Ich fand jedenfalls die Philosophie des Ua Lava beeindruckend und überzeugend in ihrer Schlichtheit. Wenn es Ua Lava noch nicht in der Realität gibt, dann sollte es jemand erfinden...
Sollte der eine oder die andere nun neugierig auf dieses Buch geworden sein, so bitte ich zu bedenken, daß es sich dabei um den letzten Band einer Saga handelt, die in konsequenter Weise eine Geschichte innerhalb der Bücher fortsetzt. Ich empfehle daher bei Interesse dringend, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da dies erheblich zum Verständnis der Geschichte beiträgt.
Diese Reihenfolge lautet wie folgt:
Ender. Das große Spiel / Der Sprecher für die Toten. Doppelband
Xenozid
*) Enders Kinder
Alle Bücher sind erschienen im Bastei Lübbe Verlag.
Der Autor läßt den Protagonisten folgendes darüber erklären, was ich der Einfachheit halber aus dem Buch zitiere:
"Mr. Hikari, meine Liebe, hat sich als heimlicher Schüler des Ua Lava zu erkennen gegeben.
Das ist eine religiöse Bewegung. Oder ein Scherz. Es ist schwer zu sagen, was von beidem. Es ist ein samoanischer Begriff, mit der wörtlichen Bedeutung „Das ist genug“, der sich aber präziser als „Jetzt reicht’s“ übersetzen ließe.
Es ist eine Art Philosophie – fröhlicher Stoizismus, könnte man es nennen, denn wenn alles schlechter wird, oder wenn alles gut ist, sagt man das gleiche. Aber so, wie es von einer speziellen samoanischen Autorin namens Leiloa Lavea gelehrt wird, ist es zu mehr als einer bloßen Geisteshaltung geworden.
Also, was Leiloa Lavea lehrte, war eine Art von freiwilligem Kommunismus. Es reicht nicht, einfach bloß über das Glück zu lachen und zu sagen „Das genügt“. Man muß es auch wirklich so meinen – daß man genug hat. Und weil man es meint, nimmt man den Überschuß und verteilt ihn. Entsprechend, wenn Unglück kommt, erträgt man es, bis es unerträglich wird – deine Familie hungert, oder du kannst nicht länger deiner Arbeit nachgehen. Und dann sagst du wieder: „Das genügt“, und du änderst etwas. Du ziehst um; du schlägst eine andere Laufbahn ein; du läßt deinen Ehepartner alle Entscheidungen treffen. Irgend etwas. Du erträgst das Unerträgliche nicht.
Leiloa Lavea lehrte, daß das, was übrigbleibt, wenn man ein Gleichgewicht in seinem Leben erreicht hat – der Überschuß an Glück wird restlos geteilt, und alles Unglück ist beseitigt -, ein Leben von vollkommener Einfachheit sei. Das ist es, was Aimaina Hikari zu uns sagte." –
Soweit der Autor.
Seitdem ich dies las, versuche ich im Internet zu recherchieren, was es mit diesem Ua Lava und Leiloa Lavea wohl auf sich hat. Aber das Einzige, was ich finde, sind Hinweise auf dieses Buch, im englischen Originaltitel „Children of the Mind“.
Ist das also alles Fiktion? Eine Phantasie des Autors?
Ich fand jedenfalls die Philosophie des Ua Lava beeindruckend und überzeugend in ihrer Schlichtheit. Wenn es Ua Lava noch nicht in der Realität gibt, dann sollte es jemand erfinden...
Sollte der eine oder die andere nun neugierig auf dieses Buch geworden sein, so bitte ich zu bedenken, daß es sich dabei um den letzten Band einer Saga handelt, die in konsequenter Weise eine Geschichte innerhalb der Bücher fortsetzt. Ich empfehle daher bei Interesse dringend, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da dies erheblich zum Verständnis der Geschichte beiträgt.
Diese Reihenfolge lautet wie folgt:
Ender. Das große Spiel / Der Sprecher für die Toten. Doppelband
Xenozid
*) Enders Kinder
Alle Bücher sind erschienen im Bastei Lübbe Verlag.
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