Samstag, 26. Februar 2011

Prophet

1982, im Schwange der Neuen Deutschen Welle, trällerte der Sänger Markus in seinem Liedchen "Ich will Spass":


Benzinpreis
Einsvierundfuffzichneun 


"... und kost's Benzin auch 3 Mark 10
Shice egal es wird schon geh'n
ich will fahrn, ich will fahrn ich will fahrn ..."

Dschungedi, watt ha'm wir gelacht, damals. -



Wenn man heute an die Tankstelle fährt, dann ist das, was er damals gesungen hat, inzwischen doch tatsächlich Realität *) geworden!
Aber irgendwie lacht keiner mehr darüber. -
Na ja, höchstens einer:

" ... der Tankwart ist mein bester Freund
hui wenn ich komm wie der sich freut
er braucht Spaß, er hat Spaß er hat Spaß..."




*) Zur Erinnerung: 1 Euro = 1,95583 DM.



Mittwoch, 23. Februar 2011

Notausgang

Notausgang

Dieses - wie ich finde - optisch reizvolle Motiv fand ich während einer Veranstaltung im Mai 2009 in Kassel.

Samstag, 5. Februar 2011

Seemannsgarn auf hohem Niveau

Das Universum ist 13,75 Milliarden Jahre alt. - Was, das glauben Sie nicht? Das sollten Sie aber. Denn das haben immerhin Wissenschaftler herausgefunden. Wissenschaftler, wie Sie sicher wissen, das sind Menschen, die schlauer sind als Sie. Schließlich haben sie etliche Zeit damit verbracht, furchtbar schlaue Bücher von anderen Wissenschaftlern zu lesen, und sie haben in Universitiäts-Hörsäälen anderen Menschen zugehört und gut aufgepasst. Denn die, die da vorn stehen und Vorträge halten, das sind ja ebenfalls Wissenschaftler, nicht wahr?!
So baut denn fleißig einer sein Gedankengerüst auf dem Wissen des anderen auf.

Ein weiteres Faktum:
Die Pyramiden in Ägypten sind 4.500 Jahre alt. Es "gilt als gesichert", dass diese Pyramiden als Grabstätten der Pharaonen in Auftrag gegeben wurden.
Ich bitte um Entschuldigung, aber einige Punkte bleiben dabei dann doch etwas unklar. Zum einen wird festgestellt (wikipedia), die Ägypter hätten zur damaligen Zeit das Rad noch nicht gekannt. Das Fehlen eines Beweises ist aber kein schlüssiger Beweis dafür, dass etwas nie vorhanden war.
Zu anderen bleibt bis heute ungeklärt, wie denn die Heerscharen von Arbeitern ernährt und versorgt worden sein sollen, die ja wohl zum Errichten dieser Bauwerke notwendig waren. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob diese Arbeiter freiwillig oder unter Zwang arbeiteten. Bei freiwilligen Arbeitern muss man unterstellen, dass es notwendig wurde, ein gewisses "Rahmenprogramm" zur Erholung anzubieten. Ohne Mampf kein Kampf, das weiß jeder Landser.
Bei Zwangsarbeit (Sklaven) war es umso notwendiger, den Arbeitern eine große Zahl von Bewachern zur Seite zu stellen. Die offensichtlich harte und ungesunde Arbeit wird unter Zwang sicher nicht eben leicht von der Hand gegangen sein. Das bedeutet also entweder umfangreiche Amüsierviertel rund um die Baustellen herum - oder aber noch grössere Gefangenenlager. In beiden Fällen kommt noch hinzu die entsprechende Infrastruktur, also die Versorgung der Arbeiter, der Bewacher und der Betreuer. Hierzu bedarf es umfangreicher Logistik für die Anlieferung von Lebensmitteln, Werkzeugen und ähnlichem Material jeder Art, wodurch sich wiederum die Zahl der zu versorgenden Personen noch erhöhte.
Dass daneben noch weitere hungrige Mäuler von Familienangehörigen und Kindern zu stopfen sind, fällt dann kaum noch zusätzlich ins Gewicht. -
Und was das Alter der Pyramiden selbst betrifft, so bleibt die Frage offen, wie denn das Alter bestimmt worden sein soll. Die Radiokohlenstoffdatierung kommt hierfür wohl kaum in Betracht, denn sie ist ausdrücklich für die Altersbestimmung organischer Materialien bestimmt. Auch die Altersbestimmung des verbauten Gesteins selbst ist hierbei unerheblich, denn die Frage lautet ja nicht "wie alt ist der Stein", sondern "wann wurde der Stein herausgebrochen und bearbeitet".
Also werden in aller Regel "hilfsweise" Funde von organischen Material zu Rate gezogen, die sich in unmittelbarer Nähe der Objekte finden. Annahme: die Bauarbeiter der Pyramide werden ja sicherlich unmittelbar an ihrem Sockel auch mal ein Grillfest gefeiert haben.


Dieser Rückschluss ist allerdings - im richtigen Licht betrachtet - unzulässig. Funde in der Nähe der Pyramiden müssen nicht notwendigerweise etwas mit dem Entstehen der Pyramiden zu tun haben, ebenso wie die Hinterlassenschaften der heutigen Touristen nicht mit dem Pyramidenbau in Bezug stehen. Sonst könnten Altertumsforscher in ferner Zukunft womöglich noch auf den Gedanken kommen, die Pyramiden seien einem Gott namens McDonald's gewidmet gewesen. Selbst menschliche Überreste innerhalb der Pyramiden müssen nicht notwendigerweise auf den Erbauer schließen lassen, vielleicht war es auch nur ein Grabräuber, der sich vor Urzeiten hier verirrt hat. Nicht einmal die Hieroglyphen lassen eine zeitliche Einordnung zu, denn die steinernen Inschriften sind zu pharaonischen Zeiten verwendet worden wie eine Schultafel in der heutigen Zeit: was nicht mehr aktuell war oder der derzeitigen politischen Linie entsprach, wurde gern auch mal entfernt oder überschrieben.

Ähnliche Argumentationslücken gibt es natürlich für frühzeitliche Bauten auf der ganzen Welt, seien es nun die Maya-Pyramiden in Südamerika oder die Ruinen von Nan Madol in der Südsee. Überall finden sich ganz selbstverständlich Altersangaben. Aber, lieber Leser, wagen Sie es nur ja nicht, diese Angaben anzuzweifeln! Wer zuerst eine Behauptung aufstellt, der hat erst einmal gewonnen. Wer diese Behauptung später in Zweifel zieht, der hat verloren, denn er muss seine Zweifel begründen. Dafür aber wüsste er genau jenen Beweis vorlegen, den bereits der Erste schuldig geblieben ist.

Sonntag, 30. Januar 2011

Kieler Förde

An einem kalten, aber windstillen Wintertag habe ich dieses Foto von der Kieler Innenförde aufgenommen.

Foerde

Von einem Standort beim alten Holtenauer Leuchtturm aus betrachtet zeigt die Aufnahme den Blick in Richtung Ostufer. Im Hintergrund das Kraftwerk Kiel-Ost. Rechts geht es zu den alten Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Advent

Nach zwei Tagen basteln, herumprobieren und schneiden ist meine kleine vertonte und bebilderte Adventsgeschichte nun fertig.  :-)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

20 Jahre Kieler Weihnachtsbecher

Traditionell findet in der Kieler Innenstadt ein Weihnachtsmarkt statt; in diesem Jahr ist es die 38. Veranstaltung. Dabei gibt es natürlich auch Heißgetränke, Tee und Punsch in allen Variationen.


Nun hat sich die Stadtverwaltung vor einigen Jahren etwas einfallen lassen, um dem Riesenberg von Einweggeschirr Herr zu werden. Man führte - zunächst testweise - Mehrweggeschirr ein, das direkt vor Ort auch wieder eingesammelt und mit Hilfe von mobilen Spülgeräten gereinigt werden sollte. Diese Einrichtung erfreute sich bald derartig großer Beliebtheit, so daß man neue Becher nachbestellen musste. Irgendwie schienen immer mehr Menschen das Zurückbringen des Leergutes zu  "vergessen" ...
Weihnachtsbecher 1991 - 2010
Weihnachtsbecher 1991 - 2010

Bei der Stadtverwaltung hat man offenbar übersehen, daß sich die Einrichtung dieser Tradition heuer zum 20. Male jährt. Das ist sehr bedauerlich, denn die Becher wurden von Jahr zu Jahr schöner und erfreuen das Sammlerherz.

Wie man auf dem Foto sehen kann, war der erste Becher (oben links) aus dem Jahr 1991 noch recht unscheinbar und hatte auch noch keinen Jahreszahl-Aufdruck. Nachdem man feststellte, daß diese Becher zum Kultobjekt avancierten, hat man bereits im Jahr darauf einen "Jahresbecher" produziert. Zunächst waren die aufgedruckten Weihnachtsmotive noch recht neutral, hatten aber stets das Kieler Rathaus im Blick. Später kamen nach und nach weitere Motive aus dem Kieler Stadtbild hinzu. In den Jahren 1999 und 2000 wurden zu Ehren der anstehenden Jahrtausendwende mehrfarbige Aufdrucke verwendet.

2009 gab es - bisher einmalig - neben dem traditionellen Weihnachts- noch einen weiteren Becher in Form eines Fisches. -
Sonderbecher 2009
Sonderbecher 2009

Inzwischen ist der Erwerb dieser Becher übrigens auch vollkommen legal geworden: beim Kauf eines Heißgetränks zahlt man einen Aufpreis und erhält dafür eine Pfandmarke, die zur Rückgabe des Leerguts berechtigt.
Oder man behält eben den Becher. ;-)

Sonntag, 7. November 2010

Hart im Nehmen


Ueberleben

Dieses Foto wurde aufgenommen am äußersten Nordzipfel Dänemarks und zeigt eine Strandpflanze. Entdeckt im September 2009.