Sonntag, 5. Februar 2012

Schwieriger als gedacht

Kaum haben wir - wie berichtet - mit den ersten ernsthaften Planungen für unseren Wohnsitzwechsel begonnen, beginnen sich auch schon die Probleme aufzutürmen.


Es begann schon mit einem Zuviel an Informationen bei der Frage, welchen Anbieter und welchen Haustyp man auswählt. Anstelle von Antworten gibt es immer nur noch mehr Fragen. - Wie zuverlässig ist der Anbieter? Was gehört alles zum Lieferumfang, was nicht? Was ist im Kaufpreis enthalten? Welche Qualitätsnormen erfüllt das Haus?

Hat man sich dann zu einem Entschluß durchgerungen, ist die Fragerei damit noch lange nicht zuende. Denn ein Haus benötigt natürlich auch ein Grundstück. Und hier ist die Fülle an Angeboten wirklich unübersichtlich - leider aber nicht gleichbedeutend auch die Fülle an Informationen. Denn nicht immer werden bei Angeboten im Internet auch die Hinweise mitgeliefert, auf die es uns ankommt. - Wie ist die Lage des Grundstücks? Welche Nachbarn gibt es? Wie ist die Verkehrsanbindung? Und nicht zuletzt die eigentlich wichtigste Frage: Lässt das örtliche Baurecht eine Bebauung mit unserem Wunschhaus überhaupt zu?



Telefon
Verhasst und dennoch
manchmal notwendig: Telefon

Und immer wieder höre oder lese ich die Worte, die mir doch so sehr verhasst sind: "Rufen Sie doch einfach mal an." Selbst auf Internetseiten, bei denen ein Kontaktformular scheinbar eine Rückfrage per E-Mail nicht nur ermöglicht, sondern geradezu verführerisch einfach erscheinen lässt, darf man offenbar nicht davon ausgehen, dass derartige Anfragen auch beantwortet werden. Es bleibt daher oft nichts anderes übrig, als notgedrungen selbst den Weg in Kauf zu nehmen und die entsprechenden Stellen und Ansprechpartner persönlich aufzusuchen. Im günstigsten Falle kann eine kurze Fahrt zu einem angebotenen Grundstück bereits auf Anhieb die Frage der Eignung klären, wenn sich z.B. die Lage als zu ungünstig oder die Fläche als zu klein erweist. Viele andere Fragen lassen sich aber - leider - nicht auf diesem direkten Wege klären.


Wie aber erklärt man jemandem, dass eine telefonische Kontaktaufnahme mit einer noch unbekannten Person beinahe zwangsläufig in eine Overload-Situation hineinführen wird?!

Dienstag, 24. Januar 2012

Von einem, der auszog ...

... das Fürchten zu lernen: so lautet der Titel eines Märchens der Gebrüder Grimm. Und das könnte man auch als Motto für unsere Guten Vorsätze des Jahres 2012 beschreiben. Nun, vielleicht nicht so sehr das Fürchten; das Ausziehen aber schon. Denn wir haben es uns - als mittlerweile wohl schon "altes Ehepaar" zu bezeichnen - zum Ziel gesetzt, so langsam aber sicher auf ein altersgerechtes Wohnen hin zu planen. Es mag dem einen oder anderen vielleicht paradox erscheinen, aber uns erschien der Gedanke nicht so abwegig, einen Umzug zu planen, solange man noch die körperliche und geistige Kraft besitzt, so etwas zu organisieren und durchzuführen.


Einige Rahmenbedingungen standen dabei schon seit längerer Zeit fest. Zum einen ist es sicher leicht nachvollziehbar, dass wir uns dabei natürlich möglichst nicht verschlechtern wollen. Die zur Verfügung stehende Wohnfläche sollte daher nicht unter 72 Quadratmeter liegen. Zum anderen ist es für uns eine Frage der Lebensqualität, künftig soweit wie nur irgend möglich autark leben zu können, was in diesem Fall heißt, unabhängig von Nachbarn oder Miteigentümern.

Hinzu kommt, dass wir im Verlauf vieler Urlaube die Gelegenheit hatten, den Lebensstil und die Wohnqualität in dänischen Ferienhäusern genießen zu dürfen. Daher lag der Gedanke nahe, ein Haus im Baustil solcher Ferienhäuser zu planen.


Ein Blick ins Internet genügt, um festzustellen, dass die Anzahl passender Anbieter für solche Häuser riesengroß ist. Problematisch dabei ist eher, ein dafür geeignetes - und günstig gelegenes - Baugrundstück zu finden! Die geltenden Vorschriften der jeweiligen Kommunen lassen den Bau eines solchen Traumhauses leider nicht immer zu.


Nun heißt es also, den passenden Ort für das passende Haus zu finden. Ich habe vor, in den nächsten Monaten darüber in lockerer Folge zu berichten, welche Fortschritte sich ergeben und welche Probleme es zu überwinden gilt. Natürlich ist auch zu bedenken, dass wir zu gebener Zeit auch einen Käufer für unser jetziges Domizil finden werden müssen. Und um auf das Eingangsthema zurückzukommen: womöglich werden auch wir dabei in manch schlafloser Nacht noch das Fürchten lernen...

Sonntag, 20. November 2011

Herbstmelancholie

Auch der - ansonsten recht triste und trübe - November kann seine reizvollen Seiten haben.
Man muß sich manchmal ein klein wenig bemühen, die Kunst in der Natur zu entdecken. Und sei es nur in einem filigran zerfransten Spinnennetz, das die Nebeltröpfchen eingefangen und sie zu einer Diamantenkette verwoben hat:


Spinnennetz
Eisnetz

Montag, 10. Oktober 2011

Parkinsons Gesetz

Arbeit lässt sich wie Gummi dehnen, um die Zeit auszufüllen, die für sie zur Verfügung steht. Diese Tatsache ist allgemein anerkannt, wie schon aus dem englischen Sprichwort hervorgeht: "Der Fleißige hat die meiste Freizeit." So verbringt eine alte Dame ohne Beruf ihren ganzen Tag damit, eine Postkarte an ihre Nichte in Oberammergau zu schreiben und abzuschicken. Eine Stunde vergeht mit der Suche nach der Postkarte, eine weitere mit der Suche nach der Brille, eine halbe, bis die Adresse gefunden ist; folgen fünfviertel Stunden, die der Komposition des Schriftstückes gewidmet werden, zwanzig Minuten für die wichtige Entscheidung, ob man für den Weg zum Briefkasten an der nächsten Ecke einen Schirm mitnehmen soll oder nicht. Kurz und gut, eine Arbeit, die einen geschäftigen Mann nicht länger als insgesamt drei Minuten beansprucht, kann bei andersgearteten Personen das Gefühl völliger Erschöpfung nach einem Tagewerk voller Zweifel, Angst und Mühen hinterlassen.

Arbeit
Arbeit, Arbeit ....
Geht man davon aus, daß sich Arbeit (besonders Schreibarbeit) durchaus elastisch gegenüber der Zeit verhält, dann wird sichtbar, daß geringe oder gar keine Beziehung zwischen einem Arbeitspensum und der Zahl der Angestellten, die das Pensum erledigen sollen, besteht. Mangel an echter Tätigkeit muß nicht notwendig Müßiggang genannt werden; Mangel an Beschäftigung offenbart sich nicht immer in auffälligem Nichtstun. Vielmehr schwillt eine Arbeit an und gewinnt sowohl an Bedeutung als an Schwierigkeiten, je mehr Zeit man auf sie verwenden darf. Obwohl dies heute allgemein bekannt ist, hat man noch nicht die notwendigen Folgerungen daraus gezogen ...

Sonntag, 2. Oktober 2011

Naturkunst

Manchmal schafft die Natur ganz eigene, eigenwillige Kunstwerke. So wie hier an einem Strand auf der Insel Bornholm, in der Nähe des Ortes Dueodde, aufgenommen im September 2011.


Naturkunst
Naturkunst


Der Wind hat an dieser Stelle trockene und damit leichte Sandkörnchen davongeweht und die darunterliegenden feuchten und dadurch dunkleren Sandschichten freigelegt. Dies erzeugt skurrile kleine Muster im Sand, die ebenso schnell vergänglich wie wunderschön zu betrachten sind.

 

Blick von der Seite
Blick von der Seite



Sofern man einen Blick für so etwas hat ...


Freitag, 9. September 2011

Ameisen unter Strom

Lampe, normal
Lampe, normal
Normalerweise erwartet man von einer mit Akku betriebenen Gartenlampe in einfacher Bauart, so wie man sie derzeit überall in Supermärkten findet, dass sie am Abend zu leuchten beginnt.







Lampe, nicht normal
Lampe, nicht normal
Was man aber nicht unbedingt erwartet, das ist die Überraschung, wenn man eine dunkel gebliebene Lampe öffnet. Und im INNEREN (!) dieser Lampe findet man plötzlich und unerwartet eine kleine, aber fleißige Ameisenkolonie vor, die offenbar nichts besseres zu tun hatte, als die Innenwände des Lampengehäuses mit winzigen Erdkrumen zu bedecken.




Innenansicht
Innenansicht
Das bedeutet, dass der Innenraum der Lampe (die ja nach Einbruch der Dämmerung automatisch eingeschaltet wurde) weiterhin von der kleinen LED-Leuchte erhellt wurde. Das wirft die Frage auf: was haben die Ameisen dort vorgehabt?! Eine Ameisenburg mit Innenbeleuchtung?! Jedenfalls waren sie bereits bis in den Lampenkopf vorgedrungen, die eingebaute Batterie hatte schon Rostflecken durch die eingeschleppte Feuchtigkeit erlitten.



Einzelteile
Lädierte Einzelteile
Man sagt ja, die Insekten würden die nächste, kommende Generation der Evolution intelligenter Lebewesen darstellen. Die Dinosaurier hatten ihre Chance, sie haben versagt. Auch der Mensch hat seine Chance bekommen, aber ist auf dem besten Wege dahin, ebenfalls zu versagen und sich selbst und seinesgleichen von der Erdoberfläche zu tilgen. Und was als nächstes kommt, das sind dann eben die Insekten.




- Dass diese allerdings schon jetzt fleißig an der Nutzung alternativer Energiequellen arbeiten, das war mir bis dato nicht bewusst.

Freitag, 5. August 2011

Die Wissenschaft hat festgestellt...

Whow - Welch große Überraschung:  Die ESO teilt in einer Pressemitteilung mit, ein internationales Astronomenteam habe 96 neue offene Sternhaufen in unserer Milchstraße entdeckt, die „von dichtem Staub verborgen werden“. Dies dürfe jedoch wohl nur die Spitze des Eisbergs sein; man sei zuversichtlich, dass „noch viele weitere Haufen hinzukommen werden“.


Hey, ihr All-wissenden Wissenschaftler: Um euch mal ein wenig die Vorfreude zu nehmen, möchte ich schon jetzt auf die künftigen Ereignisse hinweisen, die auf euch zukommen. Sobald ihr nämlich eure noch besseren, noch teureren Spielzeuge verwendet, dann werdet ihr feststellen, dass hinter diesen Sternhaufen noch weitere Haufen zu finden sein werden. Und dahinter noch mehr. Und so weiter.

Und ich möchte auch schon heute einen passenden Namen für mindestens einen der noch zu entdeckenden Haufen vorschlagen: Die Facepalm-Sternhaufen.