Samstag, 4. Juni 2011

Tschilp, Tschilp

Nun bin auch ich im Zeitalter von WEB 2.0 angekommen und habe mir einen Twitter-Account zugelegt.
Die Verlinkung findet man unten rechts auf dieser Seite.


Ich weiß zwar noch nicht so recht, wozu das gut sein soll, aber ich bin bereit es herauszufinden ...

Samstag, 28. Mai 2011

Hilfe für die Retter

 An dieser Stelle möchte ich einmal ein wenig Werbung machen für eine Sache, die mich völlig überzeugt hat. Und zwar handelt es sich um eine vom ADAC ins Leben gerufene Aktion mit dem Titel Rettungskarte.

Autos werden immer sicherer 
Einsatz der Rettungsschere
(Quelle: wikipedia)

Stabile Karrosseriestrukturen machen unsere Autos immer sicherer; doch was gut für den Überlebensschutz der Insassen ist, wird für Rettungsdienste nach einem Unfall zur immer größeren Hürde. Hochfeste Stähle lassen selbst leistungsfähige Rettungswerkzeuge immer häufiger scheitern.

Rettung wird immer schwieriger
Je neuer das Fahrzeug, desto länger dauert die Personenrettung. Für Verletzte zählt aber jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins Krankenhaus zu kommen. An welcher Stelle aber z.B. ein Spreizer anzusetzen ist und welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Oft können sie in der Kürze der Zeit nicht einmal Typ und Baujahr des deformierten Fahrzeugs zweifelsfrei bestimmen. Hier kann die Rettungskarte - am richtigen Ort, nämlich hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite, untergebracht - wertvolle Minuten sparen.

Auf der dafür online gestellten Seite rettungskarte.de kann jedermann sich die nötigen Informationen anschauen. Auf der Seite kann auch geprüft werden, ob für das eigene Fahrzeug eine passende Karte verfügbar ist. Sie kann von dort selbst heruntergeladen und dann ausgedruckt werden; oder man bekommt die Ausdrucke auch bei den ADAC-Geschäftsstellen. Dort sind auch die Aufkleber erhältlich, die deutlich auf das Vorhandensein dieser Rettungskarte hinweisen.

Samstag, 30. April 2011

Ua lava - jetzt reicht's!

Über diesen Begriff bin ich zufällig gestolpert, als ich das Buch „Enders Kinder“ von Orson Scott Card *) las.

Der Autor läßt den Protagonisten folgendes darüber erklären, was ich der Einfachheit halber aus dem Buch zitiere:

"Mr. Hikari, meine Liebe, hat sich als heimlicher Schüler des Ua Lava zu erkennen gegeben.
Das ist eine religiöse Bewegung. Oder ein Scherz. Es ist schwer zu sagen, was von beidem. Es ist ein samoanischer Begriff, mit der wörtlichen Bedeutung „Das ist genug“, der sich aber präziser als „Jetzt reicht’s“ übersetzen ließe.
Es ist eine Art Philosophie – fröhlicher Stoizismus, könnte man es nennen, denn wenn alles schlechter wird, oder wenn alles gut ist, sagt man das gleiche. Aber so, wie es von einer speziellen samoanischen Autorin namens Leiloa Lavea gelehrt wird, ist es zu mehr als einer bloßen Geisteshaltung geworden.
Also, was Leiloa Lavea lehrte, war eine Art von freiwilligem Kommunismus. Es reicht nicht, einfach bloß über das Glück zu lachen und zu sagen „Das genügt“. Man muß es auch wirklich so meinen – daß man genug hat. Und weil man es meint, nimmt man den Überschuß und verteilt ihn. Entsprechend, wenn Unglück kommt, erträgt man es, bis es unerträglich wird – deine Familie hungert, oder du kannst nicht länger deiner Arbeit nachgehen. Und dann sagst du wieder: „Das genügt“, und du änderst etwas. Du ziehst um; du schlägst eine andere Laufbahn ein; du läßt deinen Ehepartner alle Entscheidungen treffen. Irgend etwas. Du erträgst das Unerträgliche nicht.
Leiloa Lavea lehrte, daß das, was übrigbleibt, wenn man ein Gleichgewicht in seinem Leben erreicht hat – der Überschuß an Glück wird restlos geteilt, und alles Unglück ist beseitigt -, ein Leben von vollkommener Einfachheit sei. Das ist es, was Aimaina Hikari zu uns sagte."


Soweit der Autor.
Seitdem ich dies las, versuche ich im Internet zu recherchieren, was es mit diesem Ua Lava und Leiloa Lavea wohl auf sich hat. Aber das Einzige, was ich finde, sind Hinweise auf dieses Buch, im englischen Originaltitel „Children of the Mind“.
Ist das also alles Fiktion? Eine Phantasie des Autors?
Ich fand jedenfalls die Philosophie des Ua Lava beeindruckend und überzeugend in ihrer Schlichtheit. Wenn es Ua Lava noch nicht in der Realität gibt, dann sollte es jemand erfinden...

Sollte der eine oder die andere nun neugierig auf dieses Buch geworden sein, so bitte ich zu bedenken, daß es sich dabei um den letzten Band einer Saga handelt, die in konsequenter Weise eine Geschichte innerhalb der Bücher fortsetzt. Ich empfehle daher bei Interesse dringend, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da dies erheblich zum Verständnis der Geschichte beiträgt.
Diese Reihenfolge lautet wie folgt:
Ender. Das große Spiel / Der Sprecher für die Toten. Doppelband
Xenozid 
*) Enders Kinder
Alle Bücher sind erschienen  im Bastei Lübbe Verlag.

Samstag, 26. Februar 2011

Prophet

1982, im Schwange der Neuen Deutschen Welle, trällerte der Sänger Markus in seinem Liedchen "Ich will Spass":


Benzinpreis
Einsvierundfuffzichneun 


"... und kost's Benzin auch 3 Mark 10
Shice egal es wird schon geh'n
ich will fahrn, ich will fahrn ich will fahrn ..."

Dschungedi, watt ha'm wir gelacht, damals. -



Wenn man heute an die Tankstelle fährt, dann ist das, was er damals gesungen hat, inzwischen doch tatsächlich Realität *) geworden!
Aber irgendwie lacht keiner mehr darüber. -
Na ja, höchstens einer:

" ... der Tankwart ist mein bester Freund
hui wenn ich komm wie der sich freut
er braucht Spaß, er hat Spaß er hat Spaß..."




*) Zur Erinnerung: 1 Euro = 1,95583 DM.



Mittwoch, 23. Februar 2011

Notausgang

Notausgang

Dieses - wie ich finde - optisch reizvolle Motiv fand ich während einer Veranstaltung im Mai 2009 in Kassel.

Samstag, 5. Februar 2011

Seemannsgarn auf hohem Niveau

Das Universum ist 13,75 Milliarden Jahre alt. - Was, das glauben Sie nicht? Das sollten Sie aber. Denn das haben immerhin Wissenschaftler herausgefunden. Wissenschaftler, wie Sie sicher wissen, das sind Menschen, die schlauer sind als Sie. Schließlich haben sie etliche Zeit damit verbracht, furchtbar schlaue Bücher von anderen Wissenschaftlern zu lesen, und sie haben in Universitiäts-Hörsäälen anderen Menschen zugehört und gut aufgepasst. Denn die, die da vorn stehen und Vorträge halten, das sind ja ebenfalls Wissenschaftler, nicht wahr?!
So baut denn fleißig einer sein Gedankengerüst auf dem Wissen des anderen auf.

Ein weiteres Faktum:
Die Pyramiden in Ägypten sind 4.500 Jahre alt. Es "gilt als gesichert", dass diese Pyramiden als Grabstätten der Pharaonen in Auftrag gegeben wurden.
Ich bitte um Entschuldigung, aber einige Punkte bleiben dabei dann doch etwas unklar. Zum einen wird festgestellt (wikipedia), die Ägypter hätten zur damaligen Zeit das Rad noch nicht gekannt. Das Fehlen eines Beweises ist aber kein schlüssiger Beweis dafür, dass etwas nie vorhanden war.
Zu anderen bleibt bis heute ungeklärt, wie denn die Heerscharen von Arbeitern ernährt und versorgt worden sein sollen, die ja wohl zum Errichten dieser Bauwerke notwendig waren. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob diese Arbeiter freiwillig oder unter Zwang arbeiteten. Bei freiwilligen Arbeitern muss man unterstellen, dass es notwendig wurde, ein gewisses "Rahmenprogramm" zur Erholung anzubieten. Ohne Mampf kein Kampf, das weiß jeder Landser.
Bei Zwangsarbeit (Sklaven) war es umso notwendiger, den Arbeitern eine große Zahl von Bewachern zur Seite zu stellen. Die offensichtlich harte und ungesunde Arbeit wird unter Zwang sicher nicht eben leicht von der Hand gegangen sein. Das bedeutet also entweder umfangreiche Amüsierviertel rund um die Baustellen herum - oder aber noch grössere Gefangenenlager. In beiden Fällen kommt noch hinzu die entsprechende Infrastruktur, also die Versorgung der Arbeiter, der Bewacher und der Betreuer. Hierzu bedarf es umfangreicher Logistik für die Anlieferung von Lebensmitteln, Werkzeugen und ähnlichem Material jeder Art, wodurch sich wiederum die Zahl der zu versorgenden Personen noch erhöhte.
Dass daneben noch weitere hungrige Mäuler von Familienangehörigen und Kindern zu stopfen sind, fällt dann kaum noch zusätzlich ins Gewicht. -
Und was das Alter der Pyramiden selbst betrifft, so bleibt die Frage offen, wie denn das Alter bestimmt worden sein soll. Die Radiokohlenstoffdatierung kommt hierfür wohl kaum in Betracht, denn sie ist ausdrücklich für die Altersbestimmung organischer Materialien bestimmt. Auch die Altersbestimmung des verbauten Gesteins selbst ist hierbei unerheblich, denn die Frage lautet ja nicht "wie alt ist der Stein", sondern "wann wurde der Stein herausgebrochen und bearbeitet".
Also werden in aller Regel "hilfsweise" Funde von organischen Material zu Rate gezogen, die sich in unmittelbarer Nähe der Objekte finden. Annahme: die Bauarbeiter der Pyramide werden ja sicherlich unmittelbar an ihrem Sockel auch mal ein Grillfest gefeiert haben.


Dieser Rückschluss ist allerdings - im richtigen Licht betrachtet - unzulässig. Funde in der Nähe der Pyramiden müssen nicht notwendigerweise etwas mit dem Entstehen der Pyramiden zu tun haben, ebenso wie die Hinterlassenschaften der heutigen Touristen nicht mit dem Pyramidenbau in Bezug stehen. Sonst könnten Altertumsforscher in ferner Zukunft womöglich noch auf den Gedanken kommen, die Pyramiden seien einem Gott namens McDonald's gewidmet gewesen. Selbst menschliche Überreste innerhalb der Pyramiden müssen nicht notwendigerweise auf den Erbauer schließen lassen, vielleicht war es auch nur ein Grabräuber, der sich vor Urzeiten hier verirrt hat. Nicht einmal die Hieroglyphen lassen eine zeitliche Einordnung zu, denn die steinernen Inschriften sind zu pharaonischen Zeiten verwendet worden wie eine Schultafel in der heutigen Zeit: was nicht mehr aktuell war oder der derzeitigen politischen Linie entsprach, wurde gern auch mal entfernt oder überschrieben.

Ähnliche Argumentationslücken gibt es natürlich für frühzeitliche Bauten auf der ganzen Welt, seien es nun die Maya-Pyramiden in Südamerika oder die Ruinen von Nan Madol in der Südsee. Überall finden sich ganz selbstverständlich Altersangaben. Aber, lieber Leser, wagen Sie es nur ja nicht, diese Angaben anzuzweifeln! Wer zuerst eine Behauptung aufstellt, der hat erst einmal gewonnen. Wer diese Behauptung später in Zweifel zieht, der hat verloren, denn er muss seine Zweifel begründen. Dafür aber wüsste er genau jenen Beweis vorlegen, den bereits der Erste schuldig geblieben ist.

Sonntag, 30. Januar 2011

Kieler Förde

An einem kalten, aber windstillen Wintertag habe ich dieses Foto von der Kieler Innenförde aufgenommen.

Foerde

Von einem Standort beim alten Holtenauer Leuchtturm aus betrachtet zeigt die Aufnahme den Blick in Richtung Ostufer. Im Hintergrund das Kraftwerk Kiel-Ost. Rechts geht es zu den alten Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals.